In unserem letzten Newsletter haben wir über das Mazerieren berichtet, bei dem Kräuter in einer Öl- oder Alkohollösung eingeweicht werden, wodurch die von Natur aus in den Kräutern enthaltenen Wirkstoffe schrittweise und kontrolliert in das Lösungsmedium übergehen. Die verbleibende Flüssigkeit können wir beispielsweise zu einer Kräutertinktur verarbeiten oder als Bestandteil eines anderen flüssigen Produkts verwenden, um diesem ein Stück der Kraft der Natur zu verleihen.
Es gibt zwei Arten von Kräutertinkturen: Simplex und Komplex – aber was genau bedeutet das und wozu dienen sie? Wir erklären es Ihnen.
Simplex
Bei einer Simplex-Tinktur mazerieren wir ein einzelnes Kraut, wodurch ein wirkungsvolles, einfaches Nahrungsergänzungsmittel entsteht. Dies kann nützlich sein, wenn Sie sich auf die spezifischen Eigenschaften und Vorteile dieses einen Krauts konzentrieren möchten. So kann beispielsweise Ingwer isoliert und als Kräutersimplex zur Förderung der Verdauung verwendet werden.
Komplex
Komplexe Kräuterpräparate enthalten eine Mischung aus verschiedenen Kräutern. Das können zwei sein, aber auch neun oder zehn. Diese Kräuter wirken als Team zusammen, wobei sich ihre Eigenschaften gegenseitig verstärken (dies wird als synergistische Wirkung bezeichnet). Es ist wie ein harmonischer Tanz der Kräuter, bei dem die Kombination ein breiteres Spektrum an Vorteilen bietet. Beispielsweise kann ein Kräuterkomplex für das Immunsystem Kräuter wie Echinacea, Plantago, Sibirischen Ginseng und Astragalus kombinieren, um das Immunsystem zu stärken.
Anwendungsbereiche
Die Anwendungsbereiche sowohl von Kräutersimplexen als auch von Kräuterkomplexen können je nach den verwendeten Kräutern variieren. Eine Tinktur wird meist in einer Pipettenflasche angeboten, sodass sie leicht dosiert werden kann, indem man sie beispielsweise unter die Zunge tropft oder einer Flüssigkeit beifügt. Sie wird übrigens auch in Kosmetika verwendet. Zu den gängigen Anwendungsbereichen gehören unter anderem:
• Verdauung
Kräuterpräparate können zur Förderung der Verdauung eingesetzt werden, beispielsweise Ingwer bei Magenbeschwerden oder Pfefferminze bei Blähungen.
• Schlaf und Entspannung
Kräuter wie Baldrian, Kamille und Lavendel sind dafür bekannt, die Entspannung zu fördern und einen guten Schlaf zu unterstützen.
• Immunsystem
Kräuter wie Echinacea, Plantago, Sibirischer Ginseng und Astragalus tragen dazu bei, das Immunsystem zu stärken und die Abwehrkräfte gegen Krankheiten zu unterstützen.
• Stressabbau
Kräuter wie Ashwagandha und Rhodiola können eingesetzt werden, um Stress abzubauen und die allgemeine Widerstandsfähigkeit des Körpers zu verbessern.
Egal, ob Sie sich für „Simplex“ oder „Complex“ entscheiden – teilen Sie uns Ihre spezifischen Produktanforderungen mit, und wir helfen Ihnen gerne weiter!